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Nachgehakt – das sportliche Fazit zur Saison 2018/19

Ein Kommentar von Stefan Möller:

Auch wenn die letzte Partie der Saison in die Binsen ging, was die Männer um Pierre Cravaack in der abgelaufenen Spielzeit erreicht haben, nötigt einem jeden Respekt ab. Das beste Platzierungsergebnis in der Endabrechnung, seit dem Abstieg aus der damaligen A-Klasse des SV 1930, Mitte der Neunziger und gleichzeitig seit der Kooperation der beiden Spielpartner an der Krayenburg, ist á la Bonheur. Mit der Taktik einer Pralinenschachtel – man weiß nie, was rauskommt – gerade nach hinten heraus, spielte man sich klammheimlich auf den Bronzerang in der Tabelle, führte das Klassement kurze Zeit sogar an und grüßte als Leader von ganz oben. Auf der Zielgeraden hatten dann Stadtlengsfeld und die Leimbacher Reserve mehr Körner und Stehvermögen. Mit Ergebnissen, fast wie beim Tennis, blieb man dennoch auf Schlagdistanz, den beiden Favoriten nahe auf den Fersen.
Und dennoch, der Fußball an sich ist moderner, taktisch geprägter und spielerisch um Längen schneller geworden. Auch bis in die untersten Spielklassen. Vorbei sind die Zeiten, wo man Angst um Mark und Bein haben mußte und es, meist gegen Rhöner Reserveteams oftmals hölzern und rumpelig zu Werke ging.
Die Teams haben ein jüngeres Gesicht bekommen. Auch wenn es immer schwieriger wird, die Jugend für das runde Leder und den Woche für Woche währenden Fleiß und Schweiß zu begeistern, es sind sie, die die Sportplätze füllen, abgesehen von 1, 2 Mitvierzigern. Da ist unser Pierre Cravaack, mit fast einem halben Jahrhundert schon eine echte Rarität und auch er hat mit dem gesellschaftlichen Problem zu kämpfen, den Großteil der Jungs sprichwörtlich in den Allerwertesten zu treten, um am Wochenende dann gerade so eine Elf zusammen zu basteln. Alles wird einfacher im Handy- und „Playsi“-Zeitalter. Nur das nicht!
So ist dieser Erfolg nur noch höher anzurechnen. Die, welche die nervenaufreibende Arbeit hinter den Kulissen erahnen können, hoffen inständig, dass auch in der neuen Serie, die nur noch wenige Wochen hin ist, er mit vielleicht eins, zwei punktuellen Verstärkungen dieses hervorragende Ergebnis vergolden kann, auch wenn das Rascheln im Frauensee’er Wald zwischenzeitlich schon etwas anderes verlauten ließ. Denn das 2. Jahr ist bekanntlich das Schwerere. Packen wir es an und zwar gemeinsam! (mö)

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