Get Adobe Flash player

Stefan Möller

Faustdicke Überraschungen auf und neben dem Platz

Die neue Spielzeit ist wieder im vollen Gange und sie hält auch gleich die ersten Überraschungen parat. Erneut gleicht der Trend der Zweiten Mannschaft dem Öffnen einer Pralinenschachtel. Nach dem Auftaktsieg zum Sportfest, folgte ein Remis im Stadtduell gegen Kloster und sportlich eigentlich eine 3:2-Niederlage in Martinroda. Diese wurde nun am „Grünen Tisch“ vom Sportgericht aufgrund des Einsatzes unberechtigter Spieler beim Gastgeber annuliert, allerdings nur für die Vachaer Reserve, deren 3 geschossenen Tore und Punkte aberkannt, die Gegenreffer aber in der Tabelle weiterhin Bestand haben. Wohl weil von Seiten der Krayenberger kein Protest eingelegt wurde. Bei denen bleibt es bei 0 Punkten und -1 Toren. Ehrlich gesagt ist das eine Farce, ein Possenspiel! Vielleicht löst sich dieses Rätsel im sportlichen Paragraphendickicht ja noch auf, um die Entscheidung auch für den Letzten verständlich zu machen!
Dem ungeachtet gab es am vergangenen Sonntag eine kleine, nicht zu erwartende Überraschung beim Tabellenprimus Marksuhl. In Förtha gelang der Cravaack-Elf ein 1:4-Auswärtssieg und damit der zwischenzeitliche Sprung auf Rang zwei im Klassement. Bereits am kommenden Samstag ist man erneut im Altkreis Eisenach unterwegs, gastiert bei der Landesklassen-Reserve der SG Gospenroda/Dippach, die zum Saisonstart mit einem sage und schreibe 21:0! in Völkershausen und in ihrem letzten Spiel beim 10:1 gegen Langenfeld für mächtig Furore sorgten.
Richtig goldig im Frühherbst läuft es gegenwärtig auch für die KL-Elf um das neue Trainergespann Schmoranzer/ Wenig. In der Kürze der Zeit ist es bereits gelungen, die jungen Dachse Weber, Marquardt, Dolny und Klein mit einzubinden, die trotz ihres Alters teils schon zum Stammpersonal gehören. Zuletzt gelang, nach der knappen 1:3-Heimniederlage im Pokal am Weltkindertag gegen Kreisoberligist Ifta, 48 Stunden später an gleicher Stelle ein 6:0-Kantersieg in der Meisterschaft gegen Schlusslicht Sünna. Damit stehen auch sie gegenwärtig in der Kreisliga auf dem Silberrang. (mö)

Staffeleinteilungen sind fix

Der Mensch sträubt sich ja vor allem Neuen und Unbekanntem. Doch beim KFA ist man nach vielen Jahren endlich einen Weg der Vernunft gegangen und hat zumindest in der untersten Spielklasse die Entfernungen der Gegnerschar erträglich und die 5 Staffeln einigermaßen regional gestaltet. Gemeckert wird wohl immer und so kann man es bekanntlich nie Jedem völlig Recht machen.
Und so bekommen es die Krayenberger künftig jetzt mit drei Ex-Eisenacher Teams zu tun. Die Reserve der viele Jahre in der Bezirksliga dominierenden SV Suhltal Fernbreitenbach, die seit einigen Jahren mit dem FC Eltetal Oberellen kooperiert und auch die beiden Ortsnachbarn Gospenroda/Dippach II und die Zweite von Marksuhl. So hat man jetzt, mit der Rückkehr von Kieselbach nach der Neuformierung im vorletzten Jahr, künftig 3 echte Nachbarschaftsderbys gleich um die Ecke, auf der Nase. Fußballherz, was willst Du mehr?! Sicherlich muß man sich mit derer erst mal beschnuppern, aber es könnten in den kommenden Spielzeiten Duelle werden, die auch in Frauensee wieder mehr Zuschauer hinterm Ofen vor an die Sandspitze locken, als in so mancher Begegnung gegen Borsch III oder Diedorf II. (mö)

1.Kreisklasse Staffel V:

SGTF II
BW Kieselbach (N)
Langenfelder SV (N)
SG Gospenroda/Dippach II
SG Völkershausen/Wölferbütt II (N)
Kali Unterbreizbach II (N)
SG Marksuhl/Förtha II
FSV Leimbach II
SG Suhltal/Eltetal II (N)
SG Vacha/Martinroda II
Empor Kloster

Das Ende einer Ära

Kaum noch Zeilchen in der hiesigen Presse, fand sie Erwähnung. Nun fiel (bis auf Weiteres vorerst) der Schlussvorhang für sie. Die Rede ist von der 2. Kreisklasse, die unterste Spielliga im Amateurfußball. Weil die Anzahl der Mannschaften weiter zurückgeht, entschied sich der KFA Westthüringen für eine Zusammenlegung der 1. und 2. Kreisklasse. In der Saison 2019/20 gibt es dadurch sage und schreibe 5! Staffeln. Aus territorialer Sicht macht das im Großkreis absolut Sinn, um die Fahrstrecken für die Teams einigermaßen erträglich zu halten, um nicht von der tiefsten Rhön bis vor die Tore der Landeshauptstadt tingeln zu müssen. Das Feedback der Vereine sei überaus positiv gewesen.
Ob zum Einsetzen der Frostperiode und Rasputiza dann allerdings noch immer einhelliger Tenor ertönt, wird sich zeigen. Denn das Leistungsgefälle zwischen den einzelnen Mannschaften, wird mit Sicherheit weiter zunehmen. Zweistellige Ergebnisse, wie im Nachwuchs, sind dann gewiss keine Ausnahme mehr. Und so wurde manch eine Feierabend-Elf regelrecht zum Aufstieg gezwungen. Interessant dürfte auch die neue Einteilung werden, in der der Ausschuss hoffentlich nicht wieder in alte Strickmuster auf der Landkarte verfällt und die Krayenberger dann auch grenzübergreifend neue Derbys hinterm Wald jenseits der Luxenburg und des Hautsees, bei den Reserven in Gospenroda und Marksuhl haben werden. Eine vorläufige Entscheidung dazu, soll wohl am morgigen Montag erfolgen. (lan/mö)

Nachgehakt – das sportliche Fazit zur Saison 2018/19

Ein Kommentar von Stefan Möller:

Auch wenn die letzte Partie der Saison in die Binsen ging, was die Männer um Pierre Cravaack in der abgelaufenen Spielzeit erreicht haben, nötigt einem jeden Respekt ab. Das beste Platzierungsergebnis in der Endabrechnung, seit dem Abstieg aus der damaligen A-Klasse des SV 1930, Mitte der Neunziger und gleichzeitig seit der Kooperation der beiden Spielpartner an der Krayenburg, ist á la Bonheur. Mit der Taktik einer Pralinenschachtel – man weiß nie, was rauskommt – gerade nach hinten heraus, spielte man sich klammheimlich auf den Bronzerang in der Tabelle, führte das Klassement kurze Zeit sogar an und grüßte als Leader von ganz oben. Auf der Zielgeraden hatten dann Stadtlengsfeld und die Leimbacher Reserve mehr Körner und Stehvermögen. Mit Ergebnissen, fast wie beim Tennis, blieb man dennoch auf Schlagdistanz, den beiden Favoriten nahe auf den Fersen.
Und dennoch, der Fußball an sich ist moderner, taktisch geprägter und spielerisch um Längen schneller geworden. Auch bis in die untersten Spielklassen. Vorbei sind die Zeiten, wo man Angst um Mark und Bein haben mußte und es, meist gegen Rhöner Reserveteams oftmals hölzern und rumpelig zu Werke ging.
Die Teams haben ein jüngeres Gesicht bekommen. Auch wenn es immer schwieriger wird, die Jugend für das runde Leder und den Woche für Woche währenden Fleiß und Schweiß zu begeistern, es sind sie, die die Sportplätze füllen, abgesehen von 1, 2 Mitvierzigern. Da ist unser Pierre Cravaack, mit fast einem halben Jahrhundert schon eine echte Rarität und auch er hat mit dem gesellschaftlichen Problem zu kämpfen, den Großteil der Jungs sprichwörtlich in den Allerwertesten zu treten, um am Wochenende dann gerade so eine Elf zusammen zu basteln. Alles wird einfacher im Handy- und „Playsi“-Zeitalter. Nur das nicht!
So ist dieser Erfolg nur noch höher anzurechnen. Die, welche die nervenaufreibende Arbeit hinter den Kulissen erahnen können, hoffen inständig, dass auch in der neuen Serie, die nur noch wenige Wochen hin ist, er mit vielleicht eins, zwei punktuellen Verstärkungen dieses hervorragende Ergebnis vergolden kann, auch wenn das Rascheln im Frauensee’er Wald zwischenzeitlich schon etwas anderes verlauten ließ. Denn das 2. Jahr ist bekanntlich das Schwerere. Packen wir es an und zwar gemeinsam! (mö)

Frauensee’er weiterhin auf der Erfolgswelle/ „Der Doppelte Bänsch“ ist Bestseller des Monats

Eine ganze Menge hat sich getan, nach dem lang ersehnten Ende der Winterpause. Im Ulstertal gingen nun (vorerst) bereits zum wiederholten Male die Fußballlichter gänzlich aus, zog nach der Geisaer Reserve im Frühherbst nun auch die 1. Männermannschaft vom ehemaligen Südthüringer Aushängeschild Anfang der 2000er zurück und das immerhin noch als Vizemeister der KOL Westthüringen im Vorjahr!
Der Vorstand ist nach der Neuwahl Mitte April nun um zwei prägende Gesichter ärmer: Jane und Vater Falk Specht, möchten auf eigenen Wunsch von ihren Ämtern, bis auf Weiteres zurücktreten. Ihnen gilt auch von dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön, für ihre geleistete Arbeit, in unzähligen Stunden der Freizeit, in vielfacher Art und Weise!
Rein sportlich gesehen, läuft es währenddessen geradezu blendend unterhalb der Luxenburg. Von wegen Frühjahrsmüdigkeit, nicht eine Spur ist davon zu sehen, im Gegenteil. Oh ja, da legst di‘ glatt nieder, liegen nach drei Remis und ebenso vielen Big Points die Cravaack und Co. im Schneckenrennen um den Bronzerang eine ganze Länge vor den folgenden Teams aus Meimers und Gumpelstadt.
Herauszuheben sind die beiden 0:5-Kantersiege in Wiesenthal und Oberrohn, wo gegenwärtig die SG Empor ihre Heimspiele austrägt. Auch gegen die Elf von Trainer-Urgestein Rainer „Berti“ Vogt (der Ende Mai seinen 75sten Geburtstag begeht), gab es in jüngerer Vergangenheit die ein oder andere deftige Watschn (0:8 am 03.09.16 und ganz und gar 0:9 Zuhause am 06.05.18). Doch dieses Mal wurden die Klosteraner im internen Stadtderby von den Walküren nach Walhalla geleitet. Pierre Cravaack und Stefan Munk trafen beide doppelt.
Apropos doppelt. Noch ein anderer hat daran zur Zeit mächtig Gefallen gefunden. SV-Kapitän Dusty Bänsch trifft, so hat es den Anschein, wenn dann nur im Zweierpack. Nach den beiden Treffern kürzlich im Heimspiel gegen Dermbach (4:1), stand Frauensee’s „Wuchtbrumme“, der eigentlich in der Innenverteidigung aufgestellt ist zweimal goldrichtig (57., 62.) und netzte sogar zur zwischenzeitlichen Führung, nach 1:0-Rückstand (53), ein. Nach 90 Minuten stand allerdings ein 2:2 unter dem Strich, dass aber vollends in Ordnung geht, auch wenn der Gastgeber die letzten 22 Minuten in Unterzahl zu Ende spielen mußte. „Altmeister“ Dirk Raßbach hatte vom gut leitenden Schiedsrichter Wördehoff aus Marksuhl nach einer Geste mit dem Zeigefinger den Roten Karton gezeigt bekommen.
Am Sonntag gastiert Tabellennachbar TuS Meimers an der Sandspitze. Und auch möchte man gern zeigen, wer Chef auf dem Platz ist. Man darf gespannt sein, ob die Krayenberger ihren 3-Punkte-Vorsprung behaupten oder gar ausbauen können. (mö)

Zur Facebook-Seite des SV 1930
+++NEWS+++